OeME
OE... Oekumene
M ... Mission
E ... Entwicklung
Es ist uns wichtig, immer wieder über unseren eigenen (kleinen) Horizont hinaus zu schauen in die Welt, zu anderen Menschen und anderen Lebensumständen, anderen Fragen und Nöten.
Liebe zu denen, die nichts oder zu wenig haben, gehört zum Grundlegenden unseres Glaubens - schon im Alten Testament:
"Eurer Gott ist der Gott, der kein Ansehen der Person kennt, der der Waise und der Witwe Recht verschafft und den Fremden liebt, so dass er ihm Brot und Kleidung gibt. Auch ihr sollt den Fremden lieben; denn ihr seid selbst Fremde gewesen in Ägypten." (Dtn 10,17-19)
Auch Jesus hat Solidarität gelebt mit denen, die nichts oder wenig hatten, mit den Randständigen und Bedürftigen und Fremden.
Er hat die Liebe zu Gott untrennbar mit der Liebe zum Nächsten verbunden und sich unmissverständlich mit den Notleidenden solidarisiert: "Ich war hungrig, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben..."(Mt 25,35)
Unsere kirchlichen Hilfswerke HEKS, Brot-für-alle und mission 21 arbeiten professionell an unterschiedlichsten Orten und sind froh, wenn wir ihre Projekte unterstützen - vor allem auch durch finanzielles Mittragen.
Seit 2005 gab es in Wipkingen eine ökumenische OEME-Gruppe, die in den letzten Jahren folgende 3 Projekte unterstützte und begleitete:
- In Palästina ist es ein Projekt, das behinderten Jugendlichen hilft, ihre oft im Zusammenhang mit der Intifada entstandenen Traumata zu bewältigen.
- In Nigeria entsteht, auf Initiative des Priesters von Guthirt (Michael Nduka), ein Spital, das den Menschen in Urulla die medizinische Versorgung sichern soll.
- In Kosovo unterstützen wir die Rückkehr und Integration von über 20 ehemaligen Flüchtlingsfamilien, die zwischen 2000 und 2001 aus Zürich in ihre Heimat zurückkehrten.
Nähere Informationen zu diesen 3 Projekten sind dem Jahresbericht OEME 2009 und 2010 zu entnehmen.
Diese 3 Projekte haben wir nun mehrere Jahre unterstützt - zuletzt mit dem Sponsorenlauf im Mai 2011 - und wir schliessen diese Unterstützungen Ende 2011 ab.
Ab 2012 wird "Ungarn" und die Unterstützung von Gemeinde- Projekten in Ungarn den OeME-Schwerpunkt prägen.
Auch in der bisherigen OeME-Gruppe ergaben sich Veränderungen, bedingt durch den Abschluss der Unterstützung der drei obengenannten Projekte .
Neu haben wir eine OeME-Kommission, zu der folgende Mitglieder gehören:
Heidi Sommer, Ruth Kunz und Elke Rüegger-Haller.
Diese Kommission freut sich sehr über weitere Interessierte, die sich bei einzelnen OeME-Projekten engagieren wollen.
Im September 2011 boten wir eine Reise nach Ungarn und in die Karpatoukraine an - in Zusammenarbeit mit HEKS.
Unter der Reiseleitung von Pfr. Andreas Hess (HEKS) und Pfrn. Elke Rüegger-Haller (Ref.Kirchgemeinde Zürich-Wipkingen) besuchten wir Gemeinden, lernten ihre Arbeit ein wenig kennen und kamen mit Menschen in diesen Gemeinden ins Gespräch. Nach dieser Reise haben wir all die Eindrücke ausgewertet und entschieden, dass wir zu einer der Kirchgemeinden - Göncruszka im Nordosten von Ungarn - eine Gemeindepartnerschaft für die nächsten ca. 5 Jahre aufbauen wollen. Die Kirchenpflege unterstützt dieses Engagement. Ausserdem möchten wir die wichtige Bildungsarbeit von Pfarrerin Judith Csoma in Berekfürdö unterstützen.
Nun suchen wir Interessierte, die gerne zusammen mit uns eine Ungarn-Gruppe bilden, in der wir diese Aktivitäten gemeinsam planen und durchführen können. Wenn Sie Interesse haben oder mehr zu diesem Ungarn-Enagement erfahren wollen, melden Sie sich doch bei Pfrn. Elke Rüegger-Haller, 044 361 27 88 oder elke.rueegger@zh.ref.ch.
Am Wochenende des 2. Advents besuchte eine kleine Spurgruppe aus Wipkingen die Kirchgemeinde in Göncruszka, um im Gespräch erste Anregungen zu erhalten und mitzubringen, was "Gemeindepartnerschaft" heissen könnte.
Wir haben sehr viel gesehen im Unterwegssein gemeinsam mit Levente und Zsuzsa Sohajda, dem dortigen Pfarrehepaar, in ihren 3 kleinen Kirchgemeinden Göncruszka, Hejce und Vilmany.
Insgesamt sind es (in allen 3 Gemeinden zusammen) ungefähr 100 Mitglieder, die soziales Engagement unter der notleidenden Bevölkerung leben. Sehr viele Roma-Familien leben in diesem von grosser Arbeitslosigkeit gebeutelten Nordosten Ungarns. Ganz praktische Arbeit mit Romakindern und jungen Müttern ist so auch zu einem Schwerpunkt von Pfarrerin Zsuzsa Sohajda und Freiwilligen aus der Kirchgemeinde Vilmany geworden - eine Arbeit, die wir als Kirchgemeinde in Zusammenarbeit mit HEKS als Teil unserer Gemeindepartnerschaft unterstützen wollen.
Im Dorf Göncruszka hat die Kirchgemeinde im September 2011 die Schule "Talentum" eröffnet mit 2 Klassen zu je 9 SchülerInnen. Das Schulgebäude wurde ihnen von der Gemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt und in Eigenarbeit renoviert. Weitere Klassen sollen folgen - weitere Teile des Schulgebäudes müssen aber vorher noch instandgestellt werden.
Die Kosten für die staatlich anerkannte Schule wird zu 50% vom Staat bezahlt, den Rest muss die Kirchgemeinde selber aufbringen. Und das möchten die Mitglieder dieser Gemeinde auch ...
sie haben eine Imkerei mit 105 Bienenvölkern gegründet (eine Non-Profit-Organisation), in der viele Freiwillige mithelfen und so durch den Honigverkauf die Schule (mit Lehrerlöhnen und allem Schulmaterial und 3 Mahlzeiten/Tag für alle SchülerInnen usw. ) finanzieren.
Diesen hochwertigen Honig verkaufen wir auch in Wipkingen in unseren beiden Kirchen - näheres dazu im angehängten Merkblatt unten.
Gemeindeparnterschaft lebt von Austausch ... und so wird uns das Team der "Talentum"-Schule (Lehrer und Freiwillige und Pfarrehepaar) Ende Juni hier in Wipkingen besuchen ...
am Wochenende 30.6./1.7. werden Sie die Möglichkeit haben, in einem Begegnungswochenende diese Arbeit und die Menschen, die sie tun, kennen zu lernen.
Und ...
Mitte August laden wir ein zu einer Reise nach Göncruszka -zum Mithelfen, dort wo es nötig ist. In der Imkerei, in der Schule ... zum Honig-Etikettieren oder Putzen oder Wände streichen oder ...
dort, wo es gebraucht wird. Und wir werden auch gemeinsam essen, Eindrücke austauschen und verarbeiten, Freizeit haben und vieles andere mehr...
vorgesehener Termin: 8.8. (abends Abfahrt mit dem Nachtzug) - 17.8.2012 (Ankunft frühmorgens in Zürich)
Nähere Infos folgen ... oder sind jetzt schon erhältlich bei Ruth Kunz oder Elke Rüegger-Haller.