| Das Jahr des grossen Jubiläums | Dies war aber nur der Auftakt zu einem rundum festlichen Jahr, zum Jubiläumsjahr. Natürlich fehlten die üblichen Höhepunkte nicht, die sich wie eine Perlenkette übers Jahr verteilt aneinander reihten. Ich erwähne da nur einige davon: den Ausflug nach Schleitheim als Dank an die unzähligen Freiwilligen und die Ehrenamtlichen in unserer Gemeinde, den Apéro auf dem Turm des Kirchgemeindehauses im Juni, den Sponsorenlauf im September und den Basar im November. Es gab auch wieder die beliebten Seniorenferien, diesmal in Ascona, und eine ökumenische Bildungsreise ins Piemont. Ein Tagesausflug führte nach La Chaux-de-Fonds ins Uhrenmuseum und auf dem Ausflug «ins Blaue»im Spezialcar mit Hebebühne ging es nach Immensee im Kt. Schwyz. Für die Kinder fand wie jedes Jahr das beliebte Tageslager statt. Unsere Organistin, Susanne Philipp, erfreute uns mit ihren wundervollen Konzerten, eines davon gar in der ungewohnten Besetzung mit drei Alphörnern und Orgel. Zum Calvin-Jahr gab es ebenfalls verschiedene Angebote: einen Gottesdienst, einen Filmabend, eine Reise nach Genf und eine kleine, aber informative Ausstellung. Zum ersten Jahrestag der Einweihung des Migrationskirchenzentrums am 1. Advent feierten wir den Gottesdienst zusammen mit Christinnen und Christen der Migrationskirchen. Ein wahrlich bunter Anlass – sowohl optisch als auch akustisch! Einmalig im 2009 war das 100-Jahr-Jubiläum der Kirche Wipkingen. Darüber möchte ich etwas ausführlicher berichten: Ausgerechnet im Jubiläumsjahr musste der Glockenstuhl im Kirchturm aus Sicherheitsgründen dringend saniert werden. Das bedeutete, dass die Uhr für vier Monate stehen blieb und die Glocken verstummten. Viele Wipkinger vermissten das vertraute Läuten schmerzlich und manch einen irritierte es, dass die Uhr stets die gleiche Zeit zeigte. Am 21. Oktober, dem Jahrestag des Glockenaufzugs vor hundert Jahren, ertönten die fünf Glocken zum ersten Mal wieder und eröffneten damit den Reigen der Festlichkeiten zum 100-Jahr-Jubiläum. Die Schülerinnen und Schüler des benachbarten Schulhauses «Waidhalde» erhielten zur Feier des Tages alle ein feines Schoggibrötli, was sie natürlich sehr schätzten. Am darauf folgenden Samstag konnte die Ausstellung zur Geschichte der Kirche besichtigt werden, und in drei Führungen zeigten und erläuterten die Wipkinger Pfarrpersonen, Elke Rüegger-Haller, Andreas Frei und Samuel Zahn, die Kirche und ihre Geschichte. Anschliessend war die Ausstellung noch an weiteren Nachmittagen zugänglich. Am Wochenende vom 31. Oktober/1. November wurde das grosse Jubiläumsfest mit der Vernissage des Buches «Glockengeläut, vom Kilchli zur Kirche Wipkingen», eröffnet. Die Autoren Martin Bürlimann und Kurt Gammeter stellten ihr Buch vor und zeigten Dias. Unsere älteste Wipkingerin, Marie Keller, erhielt das erste Exemplar geschenkt. Im Jahr 1900 war sie im alten Kirchlein getauft worden. Bereichert wurde dieser Anlass durch die Gesangsvorträge des Damenchors. Anschliessend konnten sich die Gäste im Festzelt neben der Kirche mit feiner Suppe verpflegen, gemütlich zusammensitzen und Erinnerungen austauschen, was eifrig genutzt wurde. Am Abend folgte ein brillantes Festkonzert, gestaltet von Susanne Philipp an der Orgel, unter Mitwirkung einer Oboistin, eines Trompeters und unseres Singkreises, Leitung Judith Koelz. Den festlichen Jubiläumsgottesdienst am Sonntag gestaltete das Pfarrteam gemeinsam. Durch die Liturgie führte Andreas Frei, die Predigt hielt Samuel Zahn und Elke Rüegger-Haller gestaltete die Abendmahlsfeier. Zwei Trompeter und Susanne Philipp an der Orgel erfreuten die überaus zahlreich erschienenen Besucher musikalisch. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein exzellentes Mittagessen in gemütlichem Zusammensein von Einheimischen und Gästen. |
| Personelles, Wahlen | Am Abend des 3. Februar wurde an der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung Pfarrerin Elke Rüegger-Haller einstimmig zur neuen Pfarrerin gewählt. Am 20. September fand der feierliche Einsetzungsgottesdienst mit Dekan Pfarrer Dr. H. Kohler statt. Seit September ist Elke Rüegger-Haller nun mit viel Schwung und grossem Einsatz an der Arbeit. Vom Jahresbeginn bis Ende August amtete Pfarrerin Esther Grieder als Vertreterin in unserer Gemeinde. Für zwei Monate (Februar und März) übernahm Pfarrerin Esther Furrer 20% der Stelle. Beiden sei auch an dieser Stelle ganz herzlich gedankt für ihren Einsatz in unserer Gemeinde. Mitte Jahr schloss unser Lehrling, Reto Metelli, erfolgreich seine Lehre als Fachmann für Betriebsunterhalt ab. Herzliche Gratulation! Im August hat nun sein Nachfolger, Luis De La Rosa, seine Lehre bei uns begonnen und sich schon gut eingelebt. Drei Mitarbeitende konnten 2009 ein Dienstjubiläum feiern: Peter Moser, unser tüchtiger Letten-Sigrist, ist seit dreissig Jahren bei uns. Elsi Metzger, Sozialdiakonin, und Ueli Flachsmann, Sozialdiakon, konnten beide ihr zehntes Dienstjubiläum feiern. Wir sind stolz auf diese unsere langjährigen Mitarbeitenden und danken ihnen für ihren Einsatz und ihre Treue. An der Herbst-Kirchgemeindeversammlung wurde Esther Stüssi für den im Frühling zurückgetretenen Werner Meier neu in die Kirchenpflege gewählt. Sie ist für das Ressort «Gottesdienst und Musik» zuständig. Offensichtlich lässt es sich gut leben in Wipkingen! Unser Besuchsdienst konnte 2009 103 Geburtstagsbesuche machen bei den 85- bis 109-Jährigen. |
| Aus der Kirchenpflege | Auch für die Kirchenpflege war 2009 ein ganz besonderes Jahr, in dem weitreichende Entscheide gefällt werden konnten. An den elf Sitzungen stand wie üblich viel Administratives auf den Traktandenlisten. Das Budget, die Jahresrechnung, diverse Unterstützungsgesuche waren zu behandeln, Bau- und Renovationskredite zu bewilligen. Die Bauarbeiten am riesigen Kirchgemeindehaus gingen auch im vergangenen Jahr weiter und werden vermutlich erst in einigen Jahren beendet werden können. Der alljährlich zu vergebende Ökumene-Kredit wurde wiederum der OeME-Gruppe für ihre drei Projekte zugesprochen: Unterstützung eines Spitalbaus in Nigeria, einer Behindertenwerkstätte in Palästina und der Aufbauhilfe für Rückkehrer im Kosovo. Der Gemeindeaufbaukredit des Stadtverbandes wurde wie im vorhergehenden Jahr für die Weiterführung des Besuchsdienstes (Elsi Metzger) und die Stelle einer Beauftragten für die Rekrutierung und Betreuung von Freiwilligen eingesetzt (Irma Kugler). Ein Meilenstein in der Geschichte des Kirchgemeindehauses war sicher die Genehmigung der Vereinbarung zwischen der Kirchgemeinde und der Stadt Zürich betreffend Neuregelung der Personaldienstbarkeiten zu Lasten des Kirchgemeindehauses. Ein Ergebnis langer Verhandlungen. Ausser der Verpflichtung, Räume für eine Kinderkrippe zur Verfügung zu stellen, wurden alle andern Dienstbarkeiten im Grundbuch gelöscht. Weiterhin können jedoch der Cevi Zürich 10 und auch der Samariterverein unentgeltlich Räume im Kirchgemeindehaus mitbenützen. Die Ablösesumme für die Löschung der Dienstbarkeiten – im Jahr 1929 festgesetzt auf 200000 Franken – konnte auf 20000 Franken reduziert werden. Zudem wurde mit der Stadt Zürich der Vertrag betreffend Unterschutzstellung des Kirchgemeindehauses abgeschlossen, in dem der Schutzumfang festgeschrieben ist. An der Arbeitstagung, einer gemeinsamen Veranstaltung von Kirchenpflege und Mitarbeiterschaft, stand das «Zentrum für Migrationskirchen» im Mittelpunkt. Für die Kirchenpflege, aber auch für alle Mitarbeitenden, die Freiwilligen und die Ehrenamtlichen, gab es im vergangenen Jahr viel Arbeit zu erledigen. Herzlichen Dank für Euren grossen, freudigen Einsatz. Ich danke aber auch allen Gemeindegliedern, die immer wieder unsern Aufrufen und Einladungen folgen und aktiv am Gemeindeleben teilnehmen. Das freut uns und gibt uns den nötigen Schwung zum Dranbleiben und Weitermachen. |
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